Nasensport für groß und klein

Artgerechte Auslastung für jede Rasse


Kaum eine Tätigkeit lastet Hunde mental so aus wie Nasenarbeit. Sie kann von Hunden aller Rassen und Größen erlernt und ausgeführt werden, macht allen Hunden enormen Spaß, fördert die Konzentration und intensiviert die Bindung zwischen Hund und Halter. Es ist erstaunlich, zu welchen Leistungen Hunde bei der Nutzung ihres Riechorgans in der Lage sind.

Freizeit-Schnüffler und Profi-Nasenarbeit

Der Unterschied zwischen einem Hobby-Schnüffler und einem Profi-Nasenarbeitshund ist im Grunde nicht groß — beide können nahezu identisch gut riechen. Der Unterschied liegt darin, was ein Profi-Schnüffler mit den Informationen anfängt, die er durch die Nase aufnimmt. Nasenarbeit ist deshalb vor allem Kopfarbeit.

Die Disziplinen der Nasenarbeit

Bei der Nasenarbeit unterscheiden wir zwischen verschiedenen Disziplinen — sowohl in der Freizeitbeschäftigung als auch in der professionellen Arbeit mit dem Hund.

Geruchsunterscheidung

Der Hund lernt, einen bestimmten Geruch auszumachen und mittels Signal (Bellen) oder Geste (Ablegen) anzuzeigen. Ebenso kann er lernen, bestimmte Gegenstände zu unterscheiden — etwa solche seines Besitzers von denen anderer Personen. Diese Art der Nasenarbeit ist ideal für Tage, an denen man nicht oder nur kurz mit dem Hund draußen sein kann, zum Beispiel bei schlechtem Wetter.

Fährtenarbeit

Dafür wird dem Hund im Freien eine menschliche Fährte gelegt. Der Hund verfolgt die Geruchsveränderung auf der Oberfläche und damit den Individualgeruch des Fährtenlegers. So können insbesondere Hunde mit ausgeprägtem Jagdinstinkt lernen, sich auf die menschliche Spur zu konzentrieren und Fährten von Wildtieren im Wald zu ignorieren. Bei solchen Hunden lässt sich diese Art des Trainings als Antijagd-Training einsetzen, um angeborene Fähigkeiten und Bedürfnisse in kontrolliertem Rahmen auszuleben. Aber auch Hunde mit weniger ausgeprägtem Jagdinstinkt haben in der Regel große Freude daran.

Mantrailing

Lernt der Hund, innerhalb einer Ortschaft einer menschlichen Spur nachzugehen, nennt man das Trailing beziehungsweise Mantrailing. Der Hund orientiert sich am Individualgeruch der Zielperson und muss dabei — je nach Schwierigkeit der Spur — geruchliche Hindernisse meistern, etwa die Verwehung durch vorbeifahrenden Verkehr oder das Alter der Spur. Das Hundezentrum Pfalz bietet eine Vielzahl von Kursen für Anfänger und Fortgeschrittene, um die Kunst des Mantrailens bis in höchste Schwierigkeitsstufen zu erlernen und anzuwenden.

Objektsuche

Bei dieser Form der Nasenarbeit lernt der Hund, bestimmte Objekte zu suchen — zum Beispiel die ständig verlorenen Hausschlüssel im Alltag. Sie können Ihrem Hund beibringen, bestimmte Gegenstände zu suchen und zu apportieren. Die Objektsuche ist ein unerschöpfliches Betätigungsfeld, denn es gibt unglaublich viele Dinge, nach denen der Hund suchen kann — und die uns im Alltag tatsächlich ungemein hilfreich sein können.